Die Wurzeln von exTra reichen tief: Der Name und das grundlegende Konzept für dieses Musikprojekt wurden bereits 1990 entwickelt. Die Vision musste jedoch über drei Jahrzehnte ruhen, da die Mittel zu ihrer Verwirklichung schlichtweg nicht existierten.
Hinter exTra steht Produzent Tom Heinz. Obwohl er selbst kein traditionelles Instrument spielt, hat er den Traum von einer eigenen Band nie aufgegeben. Erst heute, im Zeitalter der künstlichen Intelligenz, hat er die Werkzeuge gefunden, um seine Ideen endlich hörbar zu machen.
exTra ist eine moderne KI-Band — und das verändert alles. Eine traditionelle Band ist auf die Stile beschränkt, die ihre Mitglieder beherrschen. exTra nicht. Dank KI steht das gesamte Spektrum an Musikstilen zur Verfügung: jedes Instrument, jedes Genre, jede Ära. Die Musik dient immer dem Konzept — nicht umgekehrt.
exTra macht Konzeptalben, jedes rund um eine einzige Idee, eine Welt, eine Frage gebaut. Das Genre ergibt sich aus dem Konzept. Das Debütalbum „The Iron Wheel" zeichnete den Aufstieg und Fall der Weltkulturen nach. Das zweite Album „Confoederatio" erzählte die Geschichte der Schweiz. Und das nächste Album wird das Konzept in eine völlig neue Richtung führen.
„Confoederatio" erzählt die Geschichte der Schweiz durch die Stimmen derer, die sie geprägt haben. Jeder der zehn Songs wird von einer historischen Persönlichkeit erzählt. Musikalisch bewegt sich das Album von Dark-70s-Swiss-Folk-Rock über Liedermacher-Chanson, Gründerzeit-Shuffle und Glenn-Miller-Big-Band-Swing bis hin zu ABBA-inspiriertem Disco.
Ein Konzeptalbum über den Kreislauf menschlicher Zivilisationen. Der Hörer wird durch die Augen verschiedener Kulturen durch die Jahrtausende geführt. Das „Iron Wheel" ist der rote Faden — es zermalmt das Alte, um dem Neuen den Weg zu ebnen. Von Sumer bis zum Britischen Empire: elf Tracks, ein ununterbrochener Bogen durch die Geschichte.
Das nächste Kapitel wird geschrieben. Das dritte Konzeptalbum von exTra erscheint 2026. Details folgen.
Nach The Iron Wheel, das über Jahrtausende Weltgeschichte hinwegfegte, und Confoederatio, das sich nach innen wandte, um die Seele eines einzelnen Landes zu zeichnen — was kommt als Nächstes?
Eine Zahl. Ein Wort. Nine.
Neun ist überall, wenn man erst einmal anfängt zu suchen. Neun Planeten, wenn man grosszügig zählt. Neun Kreise der Tiefe. Neun Leben. Neun Beethoven-Sinfonien. Neun ist die höchste einstellige Zahl — der letzte Schritt, bevor alles zurückgesetzt wird und von vorne beginnt. In vielen Traditionen steht sie für Vollendung: Weisheit, die durch Erfahrung angesammelt wurde. In anderen ist sie eine Warnung. Der Moment, bevor das Rad sich wieder dreht.
Das dritte Konzeptalbum von exTra verfolgt denselben Ansatz wie seine Vorgänger: eine Idee, eine Welt, eine Frage. Doch während The Iron Wheel nach aussen blickte — auf Zivilisationen — und Confoederatio nach innen auf die Geschichte eines Landes, blickt Nine in eine völlig andere Richtung.
Mehr sagen wir noch nicht.
Was wir sagen können: das Genre wird überraschen. Das Konzept sitzt. Und wer es gehört hat, wird die Zahl nie wieder gleich sehen.
Nine erscheint 2026.
Als „The Iron Wheel" im Dezember 2025 erschien, spannte es den Bogen der Menschheitsgeschichte von Sumer bis zum Britischen Empire. Es war eine Reise nach aussen – über Ozeane, Wüsten und Jahrhunderte. Nun wendet sich exTra nach innen.
„Confoederatio" ist das zweite Konzeptalbum von exTra, und es tut etwas Unerwartetes: Es erzählt die gesamte Geschichte der Schweiz in zehn Songs. Vom mythologischen Flüstern der Helvetia bis zur algorithmusgesteuerten Gegenwart – jeder Track wird von einer historischen Persönlichkeit erzählt, in ihrer eigenen Stimme, aus ihrer eigenen Zeit.
Das Konzept ist einfach, aber ehrgeizig: Ein Land, tausend Jahre, zehn Perspektiven. Eine Göttin. Ein römischer Kaiser. Ein Rebell mit einer Armbrust. Ein Söldner, der im fremden Schlamm verblutet. Ein Eremit, der eine Nation mit einem einzigen Satz rettete. Zwei Brüder auf entgegengesetzten Seiten eines Religionskrieges. Ein Gerichtsschreiber, der zum ersten europäischen Whistleblower wurde. Ein Visionär, der die moderne Schweiz aufbaute und von ihr fallen gelassen wurde. Eine Frau, die zusah, wie ihr Land sich hinter Bergen versteckte. Und schliesslich – eine moderne Schweizer Stimme, die fragt: Wohin gehen wir von hier?
Musikalisch ist das Album eine bewusste Abkehr vom charakteristischen Dark-70s-Swiss-Folk-Rock-Sound. Während die Kernidentität – Stratocaster, Schweizer Akkordeon, Blechbläser – mehrere Tracks verankert, bricht das Album bewusst seine eigenen Regeln. Song 7 tauscht die E-Gitarre gegen Nylonsaiten und Liedermacher-Wärme. Song 8 ersetzt die Stratocaster durch ein aufrechtes Klavier und einen Gründerzeit-Shuffle. Song 9 ist ein vollständiger Glenn-Miller-Big-Band-Swing – mit einer Frauenstimme, wo man einen General erwarten würde. Song 10 schliesst mit einem ABBA-inspirierten Disco-Groove, Saxophon-Soli und einem Chor, der mit einem Lächeln ausklingt.
„Confoederatio" ist jetzt verfügbar auf allen grossen Streaming-Plattformen. Die Geschichte geht weiter.
Tracklist:
„Confoederatio" erzählt die Geschichte der Schweiz durch die Stimmen derer, die sie geprägt haben. Das Album umspannt über tausend Jahre Schweizer Geschichte, von der römischen Eroberung bis zum Zeitalter der künstlichen Intelligenz.
Helvetia selbst spricht – die mythologische Mutter der Schweiz. Sie hat zugesehen, wie Gletscher die Täler ausgehöhlt haben, wie Legionen durch den Schnee marschiert sind, wie Söhne in fremde Kriege zogen. Der Chorus – „I am the stone, I am the water" – ist zugleich Wiegenlied und Schlachtruf.
Aus der Ich-Perspektive Caesars selbst, triefend vor Arroganz. Im Jahr 58 v. Chr. verbrannten die Helvetier ihre Dörfer und marschierten mit 300'000 Menschen westwärts. Caesar zerschlug sie bei Bibracte. Der Text spiegelt die kalte, berechnende Prosa von „De Bello Gallico" wider – Geschichte, geschrieben vom Sieger.
Ein episches zweiteiliges Drama als Gerichtsverhandlung. Sechs Stimmen bezeugen: der Richter, der Wächter, Tells Sohn Walter, seine Frau Hedwig, ein Soldat und schliesslich Tell selbst. Teil 2 explodiert mit Tells Flucht in der Hohlen Gasse. Das Gericht löst sich auf.
Ein Vater, der bei Marignano kämpfte, warnt seinen Sohn, ihm nicht zu folgen. Die Schlacht von Marignano im September 1515 kostete über 10'000 Schweizer Söldner das Leben – für einen Herzog, den sie nie getroffen hatten.
Niklaus von Flüe verliess im Alter von fünfzig Jahren alles, um Eremit in der Ranftschlucht zu werden. Sein Eingreifen auf der Tagsatzung von Stans (1481) verhinderte einen Bürgerkrieg. Der Gregorianische Chor und die sparsame Stratocaster schaffen eine klösterliche Atmosphäre.
Erzählt von einem Zürcher Soldaten, der beim Ersten Kappeler Landfrieden 1529 mit seinem Bruder aus Zug Suppe teilte – und zwei Jahre später gegen ihn kämpfte, in der Zweiten Kappeler Schlacht, in der Zwingli fiel. Eine Geschichte darüber, wie die Reformation Familien zerriss.
Johann Melchior Kubli, Gerichtsschreiber beim letzten Hexenprozess Europas, erzählt, wie Dr. Tschudi seine Magd Anna Göldi der Hexerei bezichtigte. Kubli schmuggelte die Akten heimlich zu einem deutschen Journalisten – einer der ersten Akte des Whistleblowings in Europa. Ein warmes Liedermacher-Chanson à la Mani Matter.
Alfred Escher baute die moderne Schweiz fast im Alleingang: Eisenbahnen, Credit Suisse, ETH, Gotthardtunnel. Sie nannten ihn „König Alfred". Aber die Schweiz duldet keine Könige. Er wurde verdrängt und starb vergessen. Der einzige Song ohne Stratocaster – ein aufrechtes Klavier trägt den Gründerzeit-Shuffle.
Eine Schweizer Frau reflektiert über den Zweiten Weltkrieg. Sie hörte Guisans Rütli-Appell im Radio, grub den Anbauschlacht-Garten, sah Flüchtlinge an der Grenze zurückgewiesen. Die Berge schützten – aber verbargen auch, was die Schweiz nicht sehen wollte. Ein Glenn-Miller-Big-Band-Swing.
Das Finale bringt die Geschichte in die Gegenwart. Zürich summt vor Technik und KI, die Neutralität bröckelt. Die Bridge blickt auf alle neun Songs zurück. Dann, während der ABBA-inspirierte Groove verblasst: „And if you want to hear what happens next..." Die Geschichte geht weiter.
Ein Konzeptalbum über den Kreislauf menschlicher Zivilisationen. Das „Iron Wheel" zermalmt das Alte, um dem Neuen den Weg zu ebnen — von Sumer bis zum Britischen Empire.
Der Erzähler steht ausserhalb der Zeit. Das Rad beginnt sich zu drehen. Eine kinematografische Ouvertüre — gewaltig, unausweichlich, uralt.
Die erste Zivilisation erhebt sich aus dem Schlamm Mesopotamiens. Städte, Gesetze, Schrift — der erste Versuch der Menschheit, das Rad aufzuhalten. Es wird nicht halten.
Ägyptens Besessenheit von Unsterblichkeit — Pyramiden, Pharaonen, das Totenbuch. Eine Zivilisation, die für die Ewigkeit baute und trotzdem fiel.
Rom auf seinem Höhepunkt: arrogant, brillant, brutal. Die Pax Romana als Leistung und Illusion. Der Adler steigt auf — bis er es nicht mehr tut.
Ein instrumentaler Gang durch den Zusammenbruch — das Dunkle Mittelalter als Stille. Ein Klagelied für alles, was zwischen den Reichen verloren ging.
Dschingis Khan und das grösste Landreich der Geschichte. Die Freiheit der Steppe, der Schrecken der Horde — ein Reich, das Zivilisationen zerstörte und bewahrte.
Machu Picchu über den Wolken. Ein Reich aus Stein und Gold und Stille, das den Horizont beobachtet. Die Schiffe kommen. Die Stille wird enden.
Konstantinopel fällt. Istanbul entsteht. Sechs Jahrhunderte osmanischer Macht — Handel, Kunst, Toleranz und der unerbittliche Druck der Moderne.
Spaniens goldenes Jahrhundert: die Amerikas, die Armada, die Inquisition. „Plus Ultra" — noch weiter. Ein Weltreich, das die Samen seiner eigenen Erschöpfung trug.
Das Britische Empire und die Industrielle Revolution — das Rad buchstäblich in Stahl und Dampf. Die Maschine, die alles veränderte. Der Preis, der alles veränderte.
„We are back here." Das Rad hat sich erneut gedreht. Der Erzähler kehrt zurück. Das Rad hört nicht auf. Es hört nie auf.